Am Themseufer

Bankside & Southwark BridgeDieses Bild entstand am Tag meines Abflugs, an dem sich auch zum ersten Mal die Sonne auf blauem Himmel zeigte. Viele Menschen zog es wohl deshalb zum Flanieren an das südliche Themseufer. Der Blick richtet sich entlang der Bankside auf die Southwark Bridge.

Da sich das (wirklich!) schöne Wetter aber überhaupt nicht im „Originalfoto“ aus der Kamera, wie ihr es unten rechts seht, wiederfinden ließ, musste ich hier etwas nachhelfen. Und damit ihr auch einmal einen Einblick bekommt, wie ich meine Bilder entwickle, schildere ich euch im folgenden meine Arbeitsschritte.

Infos zum Foto
  • Zeitpunkt der Aufnahme: 14:53, am 28. Februar 2013
  • Kamera: Nikon D5000
  • Objektiv: Nikon AF-S Nikkor 18-105mm 1:3.5-5.6 G IF-ED VR
  • ISO: 200
  • Blende: f/10.0
  • Belichtungsdauer: 1/250s
  • Brennweite: 26mm
  • Nachbearbeitung: Tonwertkorrektur, selektiver Weißabgleich, Freistellen (siehe auch unten)

 

Der Workflow

Ins rechte Licht rücken

Bankside & Southwark Bridge

Ich steige in die Bildentwicklung eigentlich immer mit der automatischen Tonwertkorrektur von Lightroom ein. Diese liefert meist schon gute Resultate, die als Grundlage zur weiteren Bearbeitung dienen. Nach diesem Schritt war das Bild um eine knappe Blende aufgehellt und zeigte mehr Details in dunklen Bereichen. Die eigentlichen Hingucker des Bildes sind in meinen Augen aber die vielen feinen Strukturen (besonders in der Architektur). Um diesen etwas mehr Gewicht zu verleihen, erhöhte ich die Klarheit (in Lightroom in etwa ein Synonym für „Kontrast an scharfen Kanten“). Nun hatte das Bild schon seinen schön kräftigen und scharfen Look.

Das Wetter verbessern

Einzig und allein das Wetter war immer noch nicht den wirklichen Witterungsbedingungen würdig. Hier kommt der selektive Weißabgleich zum Einsatz. Dieser ermöglicht es, mittels eines Pinsels Bildbereiche auszuwählen, deren Weißabgleich korrigiert werden soll. Ich selektierte also den Himmel und verschob die Temperatur des Bildes etwas in Richtung kalt, was zu einem leichten Blaustich führte. Das Ergebnis kam der Situation in London schon sehr nah. Wie wir nun aber alle Wissen, ist Wasser nicht blau, sondern reflektiert die Farbe des Himmels. Jedenfalls wirkte die Themse im Vergleich zum Himmel etwas trist und grau. Also erweiterte ich den Auswahlbereich meiner Weißabgleichsmaske auf den Fluss und siehe da: Die Farbwirkung des finalen Bildes stand.

Die Schere ansetzen

Zum Abschluss der Arbeit entfernte ich die Objektivverzerrung aus dem Bild, welche zwangsläufig beim Fotografieren mit vorallem kurzen Brennweiten entsteht und beschnitt das Foto im Seitenverhältnis 16:9 so, dass der gläserene Lampenschirm im Vordergrund genau im Goldenen Schnitt liegt.

 

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