Urlaub im Zeitraffer

Vor einiger Zeit habe ich meinen ersten Zeitrafferversuch vorgestellt. Nun ist es hinsichtlich dieses Themas wieder ziemlich still geworden. Es soll allerdings niemand denken, dass ich bereits aufgegeben habe, mich mit dem Thema auseinander zu setzen. Viel mehr ist der erhöhte Aufwand bei der „Herstellung“ von Zeitraffer-Clips der Grund für die lange Durststrecke.

Dass ich aber weiterhin experimentiere, soll dieses Video beweisen, welches ich eigentlich erst zur Erinnerung an meinen diesjährigen Korsika-Urlaub erstellt habe. Jetzt will ich es aber doch als mein erstes geschnittenes Video vorstellen.

Nachdem ich beim Fotografieren meiner ersten veröffentlichten Timelapse-Aufnahme feststellen musste, dass der interne Intervallauslöser meiner Kamera kein Verstellen der Aufnahmeparameter während einer Serienaufnahme ermöglicht, hatte ich mir den externen Intervallauslöser Pixel TC-252 zugelegt. Diesen benutzte ich dann auch bei allen Aufnahmen, die im Film zu sehen sind.

Wie man vermutlich spätestens nach dem zweiten Hinsehen sieht, sind die vier Szenen unter experimentellen Umständen entstanden. So habe ich mich bei der ersten Sequenz mit der Zeit verschätzt, die Jan zum Aufblasen des Pool-Sessels brauchen würde. Bei der Sternenhimmelszene habe ich nicht die Beleuchtung durch den Pool bedacht, die zu allem Übel auch noch während der Aufnahme erlosch. Natürlich war ich nicht die ganze Zeit über bei der Kamera und hatte so auch nicht die Möglichkeit schnell auf die veränderte Beleuchtungssituation zu reagieren. Die Kamera fotografierte also fröhlich mit viel zu kurzer Belichtungszeit weiter. Das Herstellen eines fließenden Übergangs zwischen der von einem Bild zum anderen veränderten Beleuchtung hat mich im Nachhinein daher besonders viel Arbeit gekostet.

Der Sonnenuntergang von Ajacchio ist unscharf! Wer hat’s gemerkt? Zugegebenermaßen fällt es beim ersten Anschauen wirklich kaum auf, da der Blick des Betrachters wohl auf dem (im Unendlichen) scharfen Himmelsspektakel liegt. Der Vordergrund des Bildes ist jedoch leider von vorn bis hinten schön matschig verschwommen. Es gibt keinen Ausdruck dafür, wie sehr ich mich zurück in Deutschland darüber geärgert habe.

Nichtsdestotrotz ist der Sonnenuntergang wohl mein bisher spektakulärster Zeitraffer. Sollte ich dennoch auf höherem Niveau weiternörgeln,  so hätte ich bei der Aufnahme (zumindest anfänglich, als es noch hell war) einen Graufilter verwendet. Damit wäre die vor Ort spektakuläre Brandung im Film nicht so unruhig, sondern verwaschen und gleichmäßiger. Diesen Fehler werde ich beim nächsten Mal also nicht wiederholen.

Mir persönlich gefällt das Ergebnis des Pool-Clips am besten. Der Fakt, dass hierbei nicht die Darstellung eines langsamen Prozesses (wie z.B. einem Sonnenuntergang) im Vordergrund steht, sondern eher das Treiben um den Mittelpunkt unseres Urlaubs (dem Pool 😉 ), verleiht dem Clip seinen Charme. Während Luftmatratzen mit diversen Urlaubern über das Wasser flitzen, sieht man am Himmel die Wolken ziehen, mich beim Vorlesen aus einem Buch, Freunde beim Umräumen der Hängemattenplattform und das Wasser am Poolrand trocknen. Das Resultat ist ein stark erhöhter Wuselfaktor — Toll! Im Gegensatz zum Sonnenuntergang habe ich hier im übrigen einen Graufilter benutzt, um die Übergänge zwischen den einzelnen Fotos verwaschener erscheinen zu lassen, was dem Video etwas die Unruhe entzieht.

Die einzelnen Clips habe ich mit LRTimlapse 3 gerendert und in der superpreiswerten Software Sony Vegas Movie Studio HD Platium 10 geschnitten und vertont.

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