Viva España — Ein kleiner Reisebericht (4)

Im Mai zog es mich mit meinem Kumpel Christoph einige Tage in Spaniens Hauptstadt Madrid. Hier verbrachten unsere Freunde Chrissi und Tobi ein Auslandssemester. Wir hatten somit das Glück, von Ortskundigen auf die wirklich sehens- und probierenswerten Dinge hingewiesen zu werden und uns gleichzeitig um die typischen Touristenfallen herumzumogeln. Es folgt ein bebilderter Reisebericht.

  1. Madrid: Tag 1
  2. Madrid: Tag 2
  3. Toledo: Tag 3
  4. Madrid: War noch was?

Mit diesem Beitrag möchte ich meinen Madrid-Reisebericht, der nun mehr als ein halbes Jahr auf seine Fertigstellung warten musste, abschließen. Der Inhalt dieses Artikels fügt sich nicht in die Chronologie der vorangegangenen ein, sondern besteht aus (nun vollendeten) Textentwürfen, welche zuvor keinen rechten Platz gefunden haben. Dazu gibt es noch die letzten unveröffentlichten Fotos des Urlaubs.

Gran Vía

Die Gran Vía hat mich etwas an die Oxford Street in London erinnert. Sie ist gesäumt von hohen im Jugendstil errichteten Gebäuden, die Boutiquen, Kinos, Theater und Restaurants beherbergen. Ihren östlichen Beginn markiert das Metropolis-Haus. Direkt schräg gegenüber befindet sich das Teatro Bellas Artes, dessen gastronomisch voll erschlossene Dachterasse einen wundervollen Blick über die Dächer Madrids erlaubt. Aus fotografischer Sicht kann ich auch wärmsten einen Dachaufstieg während der Dunkelheit empfehlen. Dann sind Metropolis-Haus, die von hier wegführende Calle de Alcalá sowie die auf ihr gelegene Banco de España imposant beleuchtet. Mit etwas Glück fließt hier auch zu später Stunde noch genug Verkehr, um tolle Leuchtspuren in nächtlichen Straßen fotografieren zu können.

Parque del Retiro

Die riesige Parkanlage im Herzen der Metropole ist eine ihrer zahlreichen grünen Oasen. Hier lässt sich herrlich im Schatten der riesigen Bäume ausspannen. Kurios fand ich die Papageien, welche den Park besiedeln. Die wurden wohl von Touristen oder heimkehrenden Urlaubern aus Madrid in die Stadt eingeschleppt. Während unserer Tage in Madrid findet ein großes Stadtfest zu Ehren des Stadtheiligen San Isidro statt. Der Retiro ist dabei Schauplatz mehrerer imposanter, mit Musik untermalter Feuerwerke. Wie es der Zufall aber nun einmal will, habe ich beim ersten Feuerwerkschauen keine Kamera dabei. (Auch das kommt vor.) Und beim zweiten Mal sorgt eine technische Panne dafür, dass ein erheblicher Teil des Feuerwerks den Sprengmeistern bereits am Boden um die Ohren fliegt. Ärgerlich, denn so gibt es davon auch keine Fotos.

Sol

Nachdem wir fertig ausgepackt haben, starten wir zu einem Spaziergang zum Sol, wo wir Chrissi wiedertreffen. Der Sol ist einer der bekanntesten Plätze der Stadt. Auf ihm steht die in Bronze gegossene Statue des Bären am Erdbeerbaum, welcher sich auch in Madrids Wappen wiederfindet und das Symbol Madrids ist. Somit kommen die meisten Besucher des Platzen auch nicht umhin, sich mindestens ein Dutzend mal mit dem gefräßigen Bären zu fotografieren. So heißt es:

Gibt es kein Foto von dir mit Bär, warst du nicht in Madrid.

Neben der ganzen Knipserei vergessen die meisten, dass der Sol eine weitere touristische Kuriosität zu bieten hat. Hier befindet sich nämlich der Null-Kilometerstein der sechs Hauptnationalstraßen, welche sich von hier in alle Himmelsrichtungen über die iberische Halbinsel erstrecken. Ist auch ein Foto wert, wie ich finde. Leider bin auch ich dem Bären verfallen, wenn auch ohne Selfie, und habe nur ein Foto von ihm, aber nicht vom Kilometer 0.

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